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Interviews

Filmstill

Pádraic Delaney über Teddy: Ich glaube, Ken hat uns besetzt, weil wir auf eine bestimmte Art das sind, was wir spielen. Ich bin teilweise Teddy O’Donovan – ich bin sehr zielstrebig und unglaublich stur. Das ist ein großes Eingeständnis, aber es ist wahr. Mein Vater war ein Farmer und hatte eine genaue Vorstellung von Disziplin und einiges davon hat sicher auch mich beeinflusst. Am Anfang ist es hart, aber später braucht man diese Disziplin, Struktur und Sicherheit. Ich glaube, Teddy, der weit weg von zu Hause im Priesterseminar aufgewachsen ist und dann sein junges Leben als Soldat verbracht hat, ging es da ähnlich. Teddy ist jemand, der als Beispiel vorangeht. Er lernt, wie man mit Worten umgeht, wenn die Situation schwierig wird, aber am Anfang redet er nie viel. Am Anfang des Films hat Teddy bereits eine Menge hinter sich, das ihn verhärtet hat. Er hat die Eigenschaften von Menschen, die schnell erwachsen werden mussten, die nicht den Luxus von Entscheidungsfreiheit hatten und die eine Menge übles Zeug gesehen haben. Als Teddy in die Umwälzungen hin zu einem freien Staat hineingerät und das Land sich in einem Übergangszustand be? ndet, wird er mehr und mehr in eine politische Position gedrängt. Er fragt sich, wie um alles in der Welt er da hineingeraten konnte. Er sagt sich, alles was ich wollte, war die Freiheit meines Landes und plötzlich werden mir Macht und Politik zugeschoben, was absolut nicht mein Ausgangspunkt war. Sein Bruder wäre sehr viel besser in einer solchen Position. Damien ist ein Denker und ein Redner – er sollte der Politiker sein. Teddy ist Soldat – er würde nicht in eine philosophische Diskussion passen. Er sieht die Dinge sehr einfach und pragmatisch. Man kann King George an einem Tag den Hintern küssen und ihm am nächsten in die Eier treten. Was mich fasziniert, ist dass Teddy genau weiß, wo jeder einzelne herkommt, aber auch fühlt, dass sie sich gefährlich weit von der realen Situation entfernen. Er spürt, dass die anderen ihn als Anführer brauchen und das macht ihn standhaft in seinen Prinzipien und in dem, was er für richtig hält. Am Ende des Films haben sich die Rollen von Damien und Teddy merkwürdig verkehrt. Damien wird eigensinnig, legt Scheuklappen an – genau wie Teddy sich zu Beginn verhalten hat. Aber als die Situation komplizierter wird, nehmen sie sich nicht mehr die Zeit, einander zuzuhören.